Flatteriges Blusenkleid aus Viskose

Tunika

Schon länger habe ich ein Blusenkleid im Kopf, welches ich sowohl im Sommer (schön luftig) als auch im Winter (mit einer Strumpfhose) tragen kann. Als erste Inspiration dazu diente im Oktober letzten Jahres auf jeden Fall das Kleid von Anja. Ihre Variante aus schwarzer Viskose mit Dschungelprint finde ich sehr gelungen, vor allem der Stoff ist traumhaft.

Flatterige Viskose für mein Blusenkleid

Viskose von Stoff&Stil

Daher habe ich als Material einen Viskose-Stoff gesucht und schlussendlich bei Stoff&Stil in Köln gefunden. Kombiniert habe ich den Stoff mit rosa Garn, passend zum Blätter-Muster.

Der Nähprozess in den Stories

Bei Instagram habe ich in meiner Story die einzelnen Schritte des Nähens dokumentiert. Dort sieht man beispielsweise, dass mein Blusenkleid eine Passe an der Schulter und französische Nähte hat. Dadurch sind selbst im Innenteil alle Nähte schön versäubert und kaum sichtbar. Wer die Story nachträglich noch einmal sehen möchte, findet sie in den Highlights auf meinem Instagram-Profil.

Französische Nähte

Ein Schnittmuster mit Knopfleiste soll es sein

Mein Kleid sollte jedoch eine Knopfleiste haben, daher habe ich als Schnitt die Cheyenne Tunic von hey june patterns gewählt. Diese Tunika-Variante des Schnittes (die andere Variante ist meine klassische Bluse) wollte ich sowieso noch ausprobieren.

Ausschnitt

Die Knopfleiste ist mir dank der sehr ausführlichen Anleitung viel besser gelungen als bei dem letzten Henleyshirt für meinen Freund. Ich kann die übersetzte Version des Schnittes von Nähconnection daher sehr empfehlen. Bei den Knöpfen habe ich klassische weiß-transparente gewählt, die gut zu den weißen Blüten im Stoff passen. Ich bin ja eigentlich ein Fan von schwarz, aber in diesem Fall wirkten die helleren Farben in der Kombination zum Stoff doch stimmiger.

Knopfleiste

Am kniffeligsten ist wohl der spitze Abschluss der Knopfleiste. Dafür ist er ganz ordentlich geworden, finde ich.

Abschluss Knopfleiste

Ich habe nur auf einer Seite eine Brusttasche aufgesetzt. Ich mag das Naht-Dreieck in der Ecke gern.

Brusttasche

Der Casus Knacksus

So, und jetzt kommen wir mal zum Knackpunkt: Leider ist das Kleid nicht lang genug, es rutscht immer etwas nach oben und meine einfache Verlängerung hat nicht so geklappt, wie ich mir das vorgestellt habe. Außerdem ist es etwas eng um die Hüften geworden. Daher hat es auch so lange gedauert Fotos zu machen. Der Frust war zu groß nach so viel Arbeit. Tragefotos gibt es diesmal sogar gar nicht. Letztendlich muss ich feststellen, dass so ein Schnitt nicht besser wird, wenn man daran rumfuscht. Um das Kleidungsstück doch noch tragbar zu machen, werde ich es wohl demnächst wieder einkürzen und als Tunika statt Kleid tragen. Wenn es dazu kommt, reiche ich Tragefotos nach 🙂

Blusenkleid

Mit diesem Blogbeitrag beende ich meine rund 4-wöchige Blog-Abstinenz dann mal. Ein Umzug und ein neuer Job haben mich auf Trab gehalten, so dass ich gar nicht mehr dazu gekommen bin zu schreiben. Die Nähmaschine stand natürlich trotzdem nicht still und ich zeige Euch in der nächsten Zeit wieder ein paar neue Teile für meinen Kleiderschrank 😉

Verlinkt bei Dienstagsdinge, Creadienstag & Handmade on Tuesday

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4 Kommentare bei „Flatteriges Blusenkleid aus Viskose“

  1. Liebe Jenny,

    ich finde dein Kleid wunderschön und Du solltest es wirklich als Tunika tragen, es wäre zu schade darum…..ich weiß, nach dem ersten Frust dauert es immer ein wenig, aber es lohnt sich, es sieht wirklich so so schön aus…
    Knittert die Viskose sehr? Ich habe noch keine Viskose online bestellt, weil ich immer Sorge habe, dass es zuuuu sehr knittert. Aber Dein Stoff ist wirklich ganz ganz toll.
    Liebe Grüße
    Christine

    1. Danke Christine 🙂 Ich werde sie auch auf jeden Fall tragen, allerdings gekürzt. Die Viskose knittert nur wenig. Ganz ohne bügeln geht es zwar nicht, aber es ist schon ok finde ich. Bei Baumwolle deutlich schlimmer 😉
      Liebe Grüße zurück!

  2. Wie schade, dass du so von dem Kleid geträumt hast und nun doch eine Tunika daraus machen musst. Trotzdem lohnt sich natürilch die aufwändige Verarbeitung, das sieht super aus! Und nun hast du ganz unverhofft eine Tunika, was ja auch nicht schlecht ist 😉

    1. Ja, unverhofft kommt oft. Die Tunika werde ich auf jeden Fall auch tragen und ich plane einfach schon ein neues Kleid

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