Sweatjacke #113 aus Burdastyle 09/2020

Sweatjacke mit hohem Kragen

Heute zeige ich euch mit meiner grauen Sweatjacke das erstes Nähprojekt, was ich mir bei der Planung meiner Herbstgarderobe überlegt hatte. Das Schnittmuster für die Jacke ist #113 aus der Burdastyle 09/2020. Und in diesem Fall hat es sich gelohnt, sich mal wieder auf einen Burdaschnitt einzulassen.

Sweatjacke mit hohem Kragen

Sweatjacke Burdastyle

Ich habe extra nach einem Schnittmuster gesucht, was einen hohen Kragen hat, damit es am Hals nicht so zieht, wenn es windig ist. Außerdem wollte ich zur Abwechslung anders als bei meiner zuletzt genähten Sweatjacke keine Raglanärmel, sondern eine normale Schulternaht mit eingesetzten Ärmeln haben. Bei der Suche ist mir dann in der Bücherei die Burdastyle 09/2020 in die Hände gefallen. Das Schnittmuster 113 erfüllte alle meine Kriterien. Also habe ich die Zeitschrift ausgeliehen und den Schnitt abgepaust.

Baumwoll-Sweatstoff Eicke

Sweatjacke Burdastyle

Beim Material habe ich mich mal wieder von den Instastories von 1000stoff verführen lassen [unbeauftragte Werbung aus Überzeugung!]. Dort habe ich die kuscheligen Baumwoll-Sweatstoffe “Eicke” von Swafing gesehen und nach meiner guten Erfahrung mit dem Strickstoff Bene vom gleichen Hersteller, habe ich mich kurzerhand dazu entschieden den Sweatstoff ebenfalls auszuprobieren. Der Stoff ist hellgrau-meliert und von Innen angeraut, also ziemlich flauschig. Mal sehen wie viele Wäschen das so bleibt, ich hoffe einige.

Der große Vorteil gegenüber den Bio-Sweatstoffen, die ich mir auch angeschaut habe und die meist aus 100% Baumwolle waren, ist der Elasthananteil von 5%. Das Schnittmuster hat einen elastischen Sweatstoff vorgesehen und ich bin im Nachhinein froh, dass ich mich dran gehalten habe. Genäht habe ich nämlich Größe 38, also eine Nummer größer als ich bräuchte und die Jacke passt gut, ist also leider nicht so “oversize” geworden, wie ich zuerst dachte. Ohne den Elasthananteil wäre es eng geworden…

Bündchen und Belege

Kapuze

Für den Schnitt sind eigentlich Fertigbündchen vorgesehen, aber da ich keine farblich passenden im Stoffladen gefunden habe, habe ich normale Bündchenware verwendet. Der Farbton ist zwar etwas dunkler als der Originalstoff, aber das passt zum ebenfalls etwas dunkleren Reißverschluss.

Kängurutaschen

Die Verarbeitung des Reißverschlusses lief ganz ok, ich habe ihn vorher mit der Hand geheftet, damit die Taschen auf beiden Seiten auf gleicher Höhe sind und er gleichmäßig verteilt angenäht werden kann. Leider endet der Reißverschluss ca. 1 cm vor dem Abschluss des Kragens, ich hätte ihn gerne ganz genau bis zur Kante oben gehabt. Ich vermute, dass die Länge des Reißverschlusses aufgrund meiner Bündchenwahl nicht ganz gereicht hat. Aber natürlich hatte ich keine Muße alles nochmal aufzutrennen.

Was mir nicht so gefällt ist, dass der Reißverschluss innen nicht mit einem Beleg versäubert wird. Eine Overlocknaht ist zwar auch nicht schlecht, aber noch schöner finde ich es, wenn man den Reißverschluss innen gar nicht sieht. Vielleicht bastel ich mir bei der nächsten Jacke selber einen Beleg dazu.

Kleines Detail: Ein Label

Aufnäher made with love

Ein kleines Detail vorne auf einer der Kängurutaschen ist das Label “made with <3”. Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht mehr, wo ich das mal gekauft habe, es liegt schon länger in meiner Schublade. Ich hatte erst überlegt es innen im Nacken anzubringen, aber da finde ich es unpraktisch, weil es kratzen könnte. Also ist es nun vorne gut sichtbar mit 4 kleinen Nähten angebracht. An welcher Stelle bringt ihr eure Labels an?

Fazit zur Sweatjacke

Ich freue mich, dass ich nun endlich eine weitere helle Jacke als Kombipartner im Schrank habe. Das ergänzt meine vielen dunklen Basics sehr gut. Ich habe die Jacke vergangenes Wochenende schon bei einem Spaziergang getragen, bei einer Außentemperatur von 17°C war das fast schon zu warm. Im Winter werde mich schön einmümmeln können.

Obwohl beim Nähen soweit alles gut geklappt hat, bin ich von der Burda-Anleitung aber (wieder mal) enttäuscht. Manche Dinge werden so kompliziert beschrieben, dass ich irgendwann einfach “irgendwie gemacht habe”. Da lob ich mir die ausführlich beschriebenen und bebilderten Anleitung so mancher Indie-Schnitthersteller (ich denke da vor allem an Closet Core Patterns, Itch to Stitch, Grainline Studio und Named Patterns). Aber da Burda so eine große Auswahl an Schnittmustern hat und ich die Schnitte an sich gut finde, lande ich doch hin und wieder dort, wenn ich etwas Bestimmtes suche und lasse mich auf das Abenteuer mit der Anleitung ein.

Verlinkt bei Du für Dich am Donnerstag

7 Kommentare bei „Sweatjacke #113 aus Burdastyle 09/2020“

  1. Da bist du ja schnell gewesen! Ich finde, die Jacke sitzt super an Dir. Der Schnitt steht auch auf meiner Liste, weshalb mich über Deine Schnittbesprechung sehr freue. Ach ja, die Burda-Anleitungen, ohne Worte… Liebe Grüße Manuela

    1. Vielen Dank! Lustig, dass der Schnitt auch auf deiner Liste steht, bin gespannt wie deine Version wird 🙂
      Ich muss mich jetzt noch auf die Suche nach einem passenden Kapuzenband machen…
      Liebe Grüße
      Jenny

  2. Das ist wirklich ein toller Schnitt. Eine Jacke mit hohem Kragen und eingesetzten Ärneln habe ich einmal genäht, aber der Schnitt hatte keine Nahtzugaben und ich konnte mich nicht dazu aufraffen den nochmal zu nähen. Die Jacke liebe ich aber!
    Dass der Reißverschluss zu kurz ist fällt nicht auf finde ich und das Kabel hast du sehr schön platziert. Meine sind meistens innen, im Nacken oder an Taschenbeuteln.
    Eine sehr schöne Jacke die du bestimmt viel tragen wirst!
    Liebe Grüße
    Katharina

    1. Lieben Dank! Der hohe Kragen macht in der kalten Jahreszeit schon viel aus in Sachen Gemütlichkeit. Daher verstehe ich gut, dass du deine auch so viel trägst. Aber Schnitte ohne Nahtzugabe sind leider weniger gut. War hier leider auch der Fall. Da das Abschätzen nie hinkommt, habe ich in diesem Fall tatsächlich alles vorher eingezeichnet. Aber es ist mühsam und nervt. Bei geraden Strecken halte ich meist einfach mein Lineal mit dem entsprechenden Abstand für die NZG zum Schnittteil an und schneide mit dem Rollschneider. Aber bei Rundungen zeichne ich sie lieber ein, bevor ich schneide.
      Viele Grüße
      Jenny

      1. Huhu!
        Jaaaa, Schnittmuster mit enthaltener Nahrtzugabe sind praktisch.
        Wenn der Schnitt aber, wie in diesem Fall, eh abgepaust wird, mache ich mir das einfach: zwei Fineliner z.b. von St****o mit Klebefilm zusammen kleben und einmal drum herum malen. Das sind genau 7MM. Bei der Einstellung meiner Overlock passt das genau. Da ich sehr pingelig zuschneide und mit der Overlock wenig bis nix wegschneide, ist das, zumindest für mich, eine schnelle Methode.
        Gruß, Ellen

        1. Vielen Dank, das ist ein super Tipp, den merk ich mir mal! Für ne größere Nahtzugabe könnte man auch einfach noch nen dritten Stift drankleben 😀
          Liebe Grüße!
          Jenny

  3. […] ist nach meiner Sweatjacke das zweite Kleidungsstück, welches ich explizit für den Herbst geplant habe. Der Schnitt ist mein […]

Schreibe einen Kommentar